Was ich in den letzten Jahren gelernt hab und wie ich dir helfe

Zehn Jahre lang war ich auf einem wilden Ritt. Als studierter Designer hab ich angestellt und selbstständig, als Einzelkämpfer und in Teams, mit Chefs, Vorständen, Auftraggebern und Kunden gearbeitet. Und bin immer wieder an einem Punkt hängen geblieben:

Ich wollte alles geben und mein Potenzial voll ausschöpfen. Und genau darin wurde ich immer wieder ausgebremst.

Dachte ich zumindest. ;) Das hat mich zunächst ins Burn-out katapultiert und dann eine große berufliche Neuorientierung angestoßen. Heute coache ich selbstständige Experten der Kreativbranche dabei, ihre Talente und Fähigkeiten ungebremst zu entfalten und damit in der Welt wirklich etwas zu bewegen – egal wer oder was gerade stresst.

Das ist die Kurzfassung. Wenn dich der wilde Ritt im Detail interessiert, lies gerne weiter. Möchtest du dir lieber meine formalen Qualifikationen anschauen, scrolle auf dieser Seite ganz nach unten.

Kreativ um jeden Preis?

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mich als Kind stundenlang mit mir selbst beschäftigen konnte. Die fantastischen Welten, in die ich eintauchte, brachten mich in den Flow und hüllten mich in ein unfassbares Glück und einen tiefen inneren Frieden. Allerdings war mir nicht klar, dass ich dafür einen Preis zahlte.

Denn als Reaktion auf meine kreative Ader erlebte ich viele verwirrte Blicke, tuschelnde Erwachsene oder desinteressierte Spielgefährten. Neben dem Ausleben meiner Kreativität gab es in mir noch dieses andere wichtige menschliche Bedürfnis: irgendwo dazuzugehören und anerkannt zu werden. Danach hab ich mich als Kind natürlich auch gesehnt.

Und so stand ich immer öfter vor der Entscheidung, mein Ding zu machen aber alleine zu bleiben oder mich anzupassen und bei anderen mitspielen zu dürfen. Vielleicht kennst du solche oder ähnliche Szenen aus deiner Kindheit. Für mein Leben sollte das sehr bestimmend werden …

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Individuelle Talente unerwünscht

Mit 18 Jahren habe ich neben dem Abitur für eine kleine Firma über das Telefon Reinigungsmittel an Hotel und Gastronomie vertrieben – mein allererster Job, auf den ich stolz war und in dem ich mich beweisen wollte. Für unsere Arbeit gab es ein Telefonskript, in dem alles stand, was wir den Kunden erzählen sollten, damit sie kaufen. Nur passte dieses Skript nicht in jede Gesprächssituation.

Also habe ich meine kreative Ader angezapft, um spontan auf Kunden zu reagieren. In solchen Momenten machte mir die Arbeit besonderen Spaß: Es menschelte zwischen den Kunden und mir, ich konnte mein Talent einbringen und auch meine Erfolgsquote stieg.

Die Geschäftsführung fand das aber gar nicht toll. Sie hatte ganz konkrete Vorstellungen davon, wie ein erfolgreiches Gespräch ablaufen sollte. Ich erinnere mich noch, wie meine Chefin mich mehrmals zur Seite nahm und zurechtstutze, sogar bei Telefonaten mithörte, um mich zu kontrollieren. Meine kreative Seite erfuhr starken Gegenwind.

Irgendwann fing ich an, mich vor dem nächsten Telefonat auf der Liste zu drücken, hatte bald keine Motivation mehr, nach der Schule noch ins Call Center zu fahren und machte immer weniger Abschlüsse. Nach einigen Monaten bat meine Chefin mich zum Gespräch und erklärte, dass es mit uns so keinen Sinn mehr machte. Ich beschloss für mich: in einem so engen Rahmen will ich nicht mehr arbeiten.

Gefangener endloser Korrekturschleifen

Also begann ich fünf Jahre später, Design zu studieren. Es tat sich eine Welt auf, in der Kreativität gefeiert wurde, so schien es. Parallel zum Studium übernahm ich als freiberuflicher Designer Projekte für verschiedene Agenturen – von der Visitenkarte über die Website bis zum Corporate Design. Die Arbeit machte mir großen Spaß, hier hätte ich mein kreatives Potenzial endlich entfalten können … wären da nicht die Auftraggeber gewesen!

Im ersten Briefing mit den Agenturen klang alles noch toll: frische Ideen wollten sie, jede Menge Gestaltungsspielraum gab es für mich, ich sollte „einfach mal machen“ … Klang wie das Paradies, nach dem ich so lange gesucht hatte. Doch tatsächlich gab es bei den Kunden ganz genaue Vorstellungen davon, wie das Ergebnis aussehen sollte. Nur leider war ihnen das oft nicht von vorneherein klar oder sie konnten es nicht kommunizieren.

Stattdessen wurden meine Entwürfe so lange korrigiert, bis sie auch von jemand anderem hätten stammen können. Und je weiter die Zusammenarbeit fortschritt, desto nerviger wurden die endlosen Korrekturschleifen. Ich begann, E-Mails der Agentur tagelang liegen zu lassen, bevor ich überhaupt reinschaute. Und jeder Anruf versetzte mich in Stress, noch bevor ich wusste, worum es ging.

Vielleicht lässt dich dein Frust über nervige Kunden und lähmende Projekte auch manchmal die Begeisterung verlieren oder Dinge aufschieben? Mir war klar: das wollte ich nie wieder erleben.

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Steiler Aufstieg und Fall ins Bodenlose

Nachdem mir so etwas immer wieder passierte, dachte ich bald, dass meine Schwierigkeiten mit Chefs und Kunden an meiner kreativen Ader lagen. Also begann ich erneut, sie zu unterdrücken und suchte mir einen scheinbar anspruchslosen Job im Einzelhandel. Bis mir irgendwann klar wurde, dass die kreative Kraft, die ich seit meiner Kindheit in mir spürte, auch hier dringend raus wollte.

So ging es also auch nicht. Um mir wieder Futter zum Wachsen zu geben, begann ich Psychologie zu studieren und suchte mir einen neuen Job, in dem ich wirklich mitgestalten konnte. In einem internationalen Berufsverband fand ich die ersehnte Chance. Ich leitete zunächst die Mitgliederkommunikation und übernahm später weitere Verantwortlichkeiten.

Ich warf mich voll rein – mit allem was ich zu geben hatte. Die Geschäftsführung begrüßte meine Ideen und stellte mir eine spannende Karriere in Aussicht. Leider erlebte ich in den folgenden Monaten, wie all meine Anregungen, Ideen und Konzepte letztlich scheiterten: am Budget, an anderen Prioritäten der Geschäftsführung oder an den Entscheidungen Dritter. Wenn ich jemandem von meiner Arbeit erzählte, stieg ein lähmender Frust in mir auf. Wenn mir jedoch jemand riet zu kündigen, verteidigte ich meine Arbeit.

Bis ich eines Tages in einem schicken Bürogebäude in New York saß und gemeinsam mit dem Vorstand unseres Verbandes über zukünftige Projekte diskutierte. Ich war stolz wie Oskar es bis hierhin gebracht zu haben. Jetzt endlich würde sich alles zum Positiven ändern. Hier war ich am richtigen Tisch, hier konnte ich mitgestalten. Bis mich meine Chefin in der Hälfte unseres Meetings vor allen Versammelten ansprach: „Schreibst du auch alles mit?“

Diese Szene berührt mich heute noch, wenn ich davon erzähle. Für mich war das wie eine völlig unerwartete Ohrfeige, die einen total verstört zurücklässt. Vielleicht hast du schon einmal ähnliches erlebt, wurdest von anderen ausgebremst und konntest es gar nicht so richtig fassen. Für mich markierte dieses Erlebnis einen Wendepunkt.

Aus der Krise zurück in die kreative Kraft

Ich verlor meine Motivation komplett, kämpfte mich ein Jahr lang durch ein aufreibendes Burn-out, absolvierte zunächst eine Therapie, dann eine zweijährige Coaching-Ausbildung. Ich verschlang sämtliche Selbsthilfeliteratur, die ich auftreiben konnte, und nahm an vielen Fortbildungen zur Persönlichkeitsentwicklung teil.

Nach und nach lernte ich, mich von den äußeren Anforderungen durch Kunden, Projekte, Mitbewerber, Freunde oder Gesellschaft nicht mehr unter Druck setzen zu lassen. Ich begriff, dass meine Kreativität ein besonderes Geschenk war; nichts, was sich wegdrücken oder klein machen ließ. Und dass ich sie zeigen, anwenden und leben wollte.

Heute habe ich mir ein Patchwork aus Coaching-Business, Yoga-Job (eine andere langjährige Leidenschaft) und erfülltem Privatleben geschaffen, das dem Anspruch gerecht wird, meine beste Arbeit zu leisten, meine Talente und Fähigkeiten zu entfalten und damit in der Welt wirklich etwas zu bewegen.

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Meine Arbeit heute

Ich arbeite mit selbstständigen Experten der Kreativbranche, die (wie ich damals) Situationen erleben, in denen nervige Kunden, lähmende Projekte oder eine fehlende Perspektive Stress und Frust erzeugen. In meinen Coachings begleite ich sie dabei, ihre Talente und Fähigkeiten ungebremst zu entfalten und damit in der Welt wirklich etwas zu bewegen – egal wer oder was gerade stresst. (Hier findest du Themen, die bisherige Coaching-Kunden einbracht haben.)

Im Coaching schauen wir uns oft als ersten Schritt die Dinge an, die gerade besonders nerven. Für kreative Selbstständige sind das oft ihre Kunden, die Auftraggeber. Wenn das für dich auch ein Thema ist und du vielleicht noch kein Coaching erwägst, aber gerne gelassener mit schwierigen Projektpartnern umgehen möchtest, dann schau dir gerne meine kostenfreie E-Mail-Serie zu dem Thema an:

Weniger ärgern, mehr erreichen!

Hast du Auftraggeber, die dich unter Druck setzen? Die sich ständig einmischen und viel zu viel fordern? Oder solche, dich machen lassen, nur um am Ende alles zu kritisieren?

In meiner kostenfreien E-Mail-Serie verrate ich dir, wie du trotz nerviger Kunden dein kreatives Talent zur Blüte bringst und mit deiner Arbeit in der Welt wirklich etwas bewegst.

Du erhältst acht E-Mails im Abstand von mehren Tagen, von denen du dich jederzeit abmelden kannst. Deine Daten behandele ich vertraulich. Hier geht’s zur Datenschutzerklärung.

Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt. Machst du deinen heute?

Meine Qualifikationen

Ich glaube, dass keine Ausbildung, keine Methode, kein Wissen der Welt uns das geben kann, was unsere eigenen Erfahrungen uns lehren. Deshalb war es mir auch ein Anliegen, dir meine persönliche Geschichte zu erzählen. Meine Stärke als Coach liegt nicht nur in meiner Methodenkompetenz, sondern auch darin, dass ich die Anliegen meiner Coachees aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann.

Trotzdem ist mir eine fortlaufende Aus- und Weiterbildung wichtig, um an meinen eigenen Herausforderungen zu arbeiten und eine wertschätzende Coaching-Haltung zu kultivieren. Meine professionelle Heimat habe ich in der Humanistischen Psychologie und im Systemischen Coaching auf Basis der Transaktionsanalyse gefunden.

Aus- und Weiterbildung

  • Tägliches Selbst-Coaching und regelmäßige kollegiale Supervision
  • 2 Jahre Ausbildung zum Systemischen Coach auf Basis der Transaktionsanalyse, zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse
  • 2 Jahre Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Persönlichkeitstheorie, Fernuniversität in Hagen

Berufserfahrung

  • 3 Jahre Coaching & Training mit Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmern
  • 3 Jahre Beratung, Management und Vertriebstraining im Fachhandel
  • Weitere Berufserfahrung im Kunden- und Mitgliederservice sowie in Gestaltung, Werbung und Marketing

Mein komplettes Coach-/Trainer-Profil kannst du hier herunterladen.

Hallo, ich bin Patrik Frauzem.

Ich helfe Experten der Kreativbranche, ihre Talente und Fähigkeiten ungebremst zu entfalten und damit in der Welt wirklich etwas zu bewegen – egal wer oder was gerade stresst.
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Portraitfoto Patrik
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Weniger ärgern, mehr leisten
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