Wertschätzung bekommen

Projekt abgeschlossen und das Lob bleibt aus? Wenn du den Wert deiner Arbeit nur an der Rückmeldung deines Kunden misst, wirst du mit negativem Feedback nicht gut umgehen können. Im Video und Artikel zeige ich dir, wie du die Worte deines Kunden richtig einordnest und nachhaltig Wertschätzung bekommen kannst.

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Hast du deinem Kunden jeden Wunsch erfüllt, sorgfältig und durchdacht am Projekt gearbeitet und alles rechtzeitig fertig gemacht – auch weil du seine Wertschätzung bekommen willst? Trotzdem kann das Lob oder auch nur ein Dankeschön ausbleiben. Vielleicht erlebst du sogar Gegenwind und negatives Feedback.

Meine Coachees machen in solchen Situationen oft den Fehler, den Wert ihrer Arbeit an der Rückmeldung des Kunden zu messen, statt ihn aus sich heraus zu holen. Klar: Ein Kundenfeedback, ein Testimonial, eine Rückmeldung ist wichtig für unsere Arbeit. Es ist aber kein geeignetes Instrument, um selbst zu messen, wie gut du deine Arbeit machst.

Kundenfeedback ist kein geeignetes Instrument, um den Wert deiner Arbeit zu messen.

Wenn du mehr Wertschätzung bekommen willst, dann geht das nur aus dir heraus. Und ich weiß: Das erscheint erstmal schwierig, wenn die negative Rückmeldung eines Kunden für Frust sorgt. Deswegen hab ich dir heute ein Werkzeug mitgebracht, das dir dabei hilft, Kunden-Feedback richtig einzuordnen und selbst für eine Wertschätzung deiner Arbeit zu sorgen.

Feedback richtig einordnen

Vielleicht kennst du dieses kommunikationspsychologische Instrument bereits aus der Schule oder aus deinem Studium: die „4 Ebenen der Kommunikation“ (auch „Kommunikationsquadrat“ genannt) von Friedemann Schulz von Thun. Friedemann geht davon aus, dass jede Botschaft, die jemand an uns sendet – also zum Beispiel auch eine Rückmeldung deiner Kunden – vier Aspekte enthält:

  • Sachinhalt: die tatsächliche Information, die übermittelt werden soll. Diese ist absolut neutral. Das heißt, hier steckt keine Wertung und keine Interpretation drin.
  • Selbstkundgabe: dasjenige, was der, der es sagt, über sich selbst sagt.
  • Appell: zum Beispiel ein Appell deines Kunden an dich, was du tun sollst.
  • Beziehungshinweis: wie dein Auftraggeber eure Beziehung sieht.

Lass uns das doch mal an einem Beispiel durchspielen. Sagen wir, du bekommst eine E-Mail von deinem Kunden, in der er schreibt: „Mit diesem Zwischenergebnis bin ich nicht zufrieden“.

Schauen wir zuerst mal auf den Sachinhalt. Er sagt, er sei „unzufrieden“, aber das bedeutet nicht, dass deine Arbeit wirklich objektiv schlecht war. Sondern er äußert erstmal nur seine Einschätzung. Die einzige Sachbotschaft, die hier übermittelt wird, ist so neutral und langweilig wird: Ich gebe eine Rückmeldung. Das würden wir wohl alle so sehen.

Jetzt zur Selbstkundgabe. Wir können nicht wissen, was dein Kunde selbst ausdrücken will, aber vielleicht ist es in diesem Beispiel so etwas wie: „Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt!“ Das ist ganz subjektiv und liegt komplett bei deinem Kunden. Du kannst dir nun überlegen, ob du diese Einschätzung teilst, ob du sie annimmst, oder ob du es anders siehst und vom Wert deiner Arbeit überzeugt bist.

Dann steckt hier auch ein Appell an dich drin: „Machen Sie es anders! Machen Sie noch mehr! Machen Sie’s richtig!“ Und du kannst dir wieder überlegen, ob du dem Appell folgen willst oder nicht, also ob du dir zum Beispiel die Nacht um die Ohren schlägst, weil du die Wertschätzung bekommen willst. Oder ob du davon überzeugt bist, dass du dein Bestes getan hast und damit ist es gut.

Schließlich haben wir noch den Beziehungshinweis. Wahrscheinlich will dein Kunde ausdrücken: „Ich bin der Auftraggeber, ich bin unzufrieden, tun sie was!“ :) Damit ist definiert er eure Beziehung – wie leider die meisten Beziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer – nicht auf Augenhöhe sondern ungleich. Oft begreift sich ein Auftraggeber als König Kunde und sieht dich als Dienstleister, als Sklaven, als Leibeigenen, der bloß all das umsetzt, was man ihm aufträgt. (Übrigens kannst du hier nachlesen, wie wir selbst dafür sorgen, dass so ein Ungleichgewicht entsteht.)

Mehr Wertschätzung bekommen

Ich lege dir ans Herz, dieses einfache Kommunikationsinstrument mal auszuprobieren. Denn es macht deutlich, wie wenig ein Feedback mit dem Wert deiner Arbeit zu tun hat und wie viel mit dem Kunden und seinem Denken und Fühlen. Ich hoffe, es hilft dir dabei, deine Position als Experte und als Partner deines Auftraggebers zu stärken. Damit deine Arbeit die Wertschätzung bekommen kann, die sie verdient.

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