Warum bin ich trotz Erfolg unzufrieden?

Warum bin ich trotz Erfolg unzufrieden? Die kurze Antwort: Vermutlich, weil du dich in deiner Arbeit nicht ausreichend mitnimmst. Und das geschieht,

  1. weil Genius Thinking deine emotionalen Ressourcen blockiert oder
  2. weil People Pleasing dich von deinen Bedürfnissen fern hält und
  3. weil die kreative Stärke deiner Arbeit deinen Emotionen entspringt.

Im Video und Artikel unten zeige ich dir, warum das typischerweise passiert, und wo du ansetzen kannst, um mit deinen Erfolgen zufrieden zu sein.

Video Trotz Erfolg unzufrieden auf YouTube anschauen

Hallo!

Wenn Kreative zu mir ins Coaching kommen, die trotz Erfolg unzufrieden sind, dann erlebe ich zwei Dynamiken: Genius Thinking und People Pleasing. Was verbirgt sich dahinter?

Genius Thinking blockiert deine emotionalen Ressourcen

Die erste Dynamik ist das sogenannte Genius Thinking. Gemeint ist die Idee einer überlebensgroßen genialen Gestalterpersönlichkeit. Stell dir Dieter Rams vor, Jonathan Ive oder Stefan Sagmeister: Gestalter, die mit einer großen Aura auftreten und etwas scheinbar nie Dagewesenes in die Welt schaffen.

Auch wenn du dich nicht mit solchen Künstlergestaltern identifizierst und eher mit Kunden zusammenarbeitest statt sie von oben herab mit deinen Ideen zu beglücken, schau mal genau hin. Wo hast du in deiner Arbeit das Gefühl:

  • „Ich weiß einfach, was die beste Lösung ist.“
  • „Ich hab hier die gestalterische Expertise.“
  • „Mein Kunde hat keinen Plan und braucht meine Hilfe.“

Wenn wir in solch einer Haltung agieren, bleiben wir in Kopf und Konzept stecken. Wir versuchen, unseren Weg zu erkämpfen, unsere Marschrichtung zu verteidigen. Und gehen dadurch nicht wirklich in den Kontakt, beispielsweise in die Auseinandersetzung mit unseren Kunden oder mit dem, was in der Welt da draußen wirklich gebraucht wird.

Wir brauchen die Verbindung mit anderen, um unsere emotionalen Ressourcen nutzen und kreativ werden zu können.

Dieser Kontakt ist aber nicht nur für gute Gestaltung unbedingt notwendig, sondern auch für uns als Menschen essenziell. Wir sind soziale Wesen und brauchen die Verbindung mit anderen, um unsere emotionalen Ressourcen zu nutzen (wo unsere Kreativität liegt) und Gefühle wie Zufriedenheit zu kultivieren.

People Pleasing hält dich von deinen Bedürfnissen fern

Nur spielt sich die zweite Dynamik, die ich erlebe, wenn Kreative trotz Erfolg unzufrieden sind, genau auf dieser Ebene ab, nämlich im Kontakt: People Pleasing. Gemeint ist das Zufriedenstellen der Kunden um jeden Preis.

Hierfür stehen ganz beispielhaft Designer, die bei Wettbewerbsplattformen wie bei 99 Designs teilnehmen, die einen unbezahlten Pitch nach dem nächsten mitmachen oder sich als klassische Freelancer auf einem Projektmarkt verdingen. (Und damit meine ich jetzt Mikroprojekte wie hier mal fünf Bildretuschen und da mal schnell ein Logo entwerfen – hustlen zu Dumpinglöhnen.)

Auch wenn du das jetzt vielleicht nicht bist, weil du deine Kunden vollumfänglich betreust, weil du auch Konzeption und Beratung leistet und ein Projekt von Anfang bis Ende mit ihnen durchziehst, schau doch mal hin:

  • Wo versuchst du, es deinen Kunden recht zu machen?
  • Wo ertappst du dich dabei, jeden ihrer Wünsche zu erfüllen?
  • Wo verbiegst du dich, obwohl es gar nicht zum Gestaltungskonzept passt?

Oft geschieht das aus der Angst heraus, einen Kunden zu verlieren oder auch nur einen Konflikt zu provozieren. Ich erinnere selbst noch gut aus meiner Zeit als Freelancer für Agenturen, wie ich mich verbogen habe …

Wenn wir uns nur an der Wünschen der Kunden orientieren, bleiben unsere eigenen Wünsche auf der Strecke.

Wenn wir so agieren, bleiben wir natürlich trotz Erfolg unzufrieden, weil wir uns ständig im Außen orientieren und letztlich nicht das umsetzen, was uns wichtig ist. Unser persönliches Fundament und unsere Werte, Wünsche und Bedürfnisse, bleiben auf der Strecke.

Self-Rooting stärkt dein Fundament und deine Kreativität

Damit es dir in Zukunft nicht mehr so geht und du dich im Genius Thinking oder im People Pleasing wiederfindest, habe ich dir heute noch einen dritten Weg mitgebracht: Self-Rooting. Gemeint ist, sich selbst zu verwurzeln und in sich selbst zu wurzeln.

Das ist übrigens auch der Ansatz meiner Coaching-Arbeit: wir gehen immer aus dem Außen, aus dem Kopf, aus dem Konzept, aus dem Kontakt mit dem Kunden wieder zurück auf die Basis, auf unser mentales und emotionales Fundament, zurück zu unserer Persönlichkeit, zu unseren Werten, zu dem was uns wichtig ist und schauen: Wie kann ich da ansetzen?

Ich denke das beste Beispiel aus den Kreativbranche für diesen Weg des Self-Rooting, das bist du. Weil du das hier gerade durchliest. Weil du bereit bist, an dir zu arbeiten und diesen Weg von außen nach innen zu gehen.

  • Im Genius Thinking treten wir in einen Kampf mit dem Kunden, um unsere gestalterischen Ideen durchzudrücken.
  • Im People Pleasing erfüllen wir die Wünsche unserer Kunden und vergessen dabei unsere eigenen Bedürfnisse.
  • Im Self-Rooting jedoch geht es genau darum herauszufinden, was uns eigentlich wichtig ist – und das behutsam umzusetzen.

Eine Frage, die du dir stellen kannst, wenn du gerade in einem Projekt oder in einer Zusammenarbeit trotz Erfolg unzufrieden bist, lautet:

„Wie geht's mir hier eigentlich?“

Diese scheinbar so einfache oder banale Frage, bringt uns zurück zu uns und zu unseren Gefühlen. Und das ist der Ort, wo die Kräfte liegen, aus denen wir als Gestalter schöpfen und kreieren. Kreative Leistungen sind ja keine Denksportaufgaben oder Dinge, auf die es eine richtige Lösung gibt, die nur gefunden werden muss. Sondern kreative Leistungen erfordern Leidenschaft und neue Ideen. Und all das wird aus unseren Emotionen heraus geboren. Wenn du hier ansetzt, kannst du in die eigene Kraft zurück finden und dir die Zufriedenheit mit deinen Erfolgen zurückzuholen.

Bist du trotz Erfolg unzufrieden? Mit dieser Frage kommst du raus:

„Wie geht’s mir hier eigentlich?“ Mit dieser Frage stärkst du dein persönliches Fundament. Auf diesem starken Fundament kannst du dann viel bessere, souveräne Beziehungen mit Kunden gestalten – und ultimativ die gestalterische Arbeit umsetzen, die da draußen wirklich was bewegt.

Das ist mein heutiger Impuls für dich. Wenn du trotz Erfolg unzufrieden bist in einem Projekt, in einer Zusammenarbeit, stell dir immer wieder diese Frage: „Wie geht’s mir hier eigentlich?“ Hol’ dich zurück zu dir und deine Kraft.

Ich wünsch dir viel Freude, Neugierde und Faszination dabei herauszufinden, wie es dir da geht. Und ich würde mich wahnsinnig freuen von dir zu hören, was du da erfährst.

Herzliche Grüße,
Patrik

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