Stresstest: So findest du heraus, wo du stehst

Wenn du diesen Blog liest, gehörst du wahrscheinlich zu den Menschen, die in ihrer Arbeit sehr engagiert sind. Menschen wie uns trifft es besonders hart, wenn der Stress zuschlägt. Schließlich dachten wir bisher, wir könnten alles bewältigen.

Arbeitsfrust oder zur Lust zu leisten?

Vielleicht fühlst du dich zunehmend gestresst und es fällt dir schwerer, morgens motiviert aufzustehen. Vielleicht erlebst du häufiger Konflikte mit Kunden. Klar, da vergeht einem die Lust am Arbeiten! Und genau diese Lust wünschen sich viele zurück: die Lust zu leisten, Spaß an der Arbeit zu haben und sie mit Leichtigkeit zu bewältigen.

Der Weg dahin (oder dahin zurück) beginnt immer bei einer Bestandsaufnahme und mit der Frage: „Wie gestresst bin ich eigentlich?“ Um das herauszufinden kannst du einen der zahlreichen Selbsttests nutzen, die du in Zeitschriften und im Internet findest. Meiner Meinung nach gibt es nur wenig seriöse; und die seriösen Tests sind für Laien nicht so einfach auszuwerten. Damit du trotzdem herausfinden kannst, wie hoch dein Belastungsniveau ist, habe ich einen großen und seriösen Stresstest genommen (das Stress- and Coping Inventory von Lars Satow) und daraus eine einfache Variante entwickelt.

Stresstest: So findest du heraus, wo du stehst

Dein Stresstest in der Anwendung

Der Stresstest ist selbsterklärend und kann von dir alleine durchgeführt werden. Er besteht aus den folgenden drei Teilen:

Teil 1: Warnzeichen

Dein Körper schickt dir Warnzeichen, um dich auf eine hohe Belastung aufmerksam zu machen. Warnzeichen können sich zeigen …

  • in deinen Gefühlen: gereizt, antriebslos, grundlos traurig, …
  • in deinem Körper: Verspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, …
  • in deinem Verhalten: Kampf, Flucht oder Schockstarre

Die drei Warnzeichen in deinem Verhalten kommen eigentlich aus dem Tierreich und finden sich bei uns Menschen in abgemilderter Form: Wir zanken uns mit dem Auftraggeber rum (Kampf), gehen klärenden Gesprächen aus dem Weg (Flucht) oder wir sitzen wie paralysiert vor dem Bildschirm und tun nichts (Schockstarre).

Je mehr Warnzeichen es in deinen Gefühlen, in deinem Körper und in deinem Verhalten gibt, desto höher ist dein Stresslevel.

Teil 2: Lebensbereiche

Im Coaching und in der Psychologie stellt man sich vor, dass es sieben wesentliche Lebensbereiche gibt, die für ein glückliches Dasein relevant sind:

  • Arbeitsplatz: Was machst du beruflich? Wo und wie arbeitest du?
  • Finanzielle Lage: Was steht dir an Mitteln zur Verfügung und wie gehst du mit Geld um?
  • Wohnsituation: Lebst du in einem Haus oder Wohnung? Teilst du deine Wohnung mit anderen (PartnerIn, Freunde) oder wohnst du alleine? Wohnst du auf dem Land oder in der Stadt?
  • Partnerschaft und Sexualität: Wie erfüllt erlebst du deine Partnerschaft? Wie erfüllt dein Sexualleben?
  • Familie und Freunde: Wie ist dein soziales Netzwerk strukturiert? Bist du gut verwurzelt, gut verbunden?
  • Gesundheit und Wohlbefinden: Wie wohl fühlst du dich mit deinem Körper und deiner Gesundheit?
  • Persönliche Erwartungen: Welche Ziele, Wünsche, Träume und Hoffnungen hast du?

Je mehr Störungen oder Unsicherheiten es in diesen sieben Lebensbereichen gibt, desto höher ist dein Stresslevel.

Weniger ärgern, mehr erreichen!

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Teil 3: Bewältigungsstrategien

Hier wird es besonders interessant, denn wie wir mit Belastungen umgehen schlägt sich direkt auf unseren Stresslevel aus. Wenn dir viele Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, reduziert das dein Stressempfinden drastisch. Und dabei spielt es keine Rolle, ob die Bewältigung tatsächlich möglich ist – solange du davon überzeugt bist, dass es klappt.

Wenn du zum Beispiel ein neues Projekt beginnst und den entstehenden Aufwand realistisch einschätzen kannst, wirst du viel weniger Stress empfinden, als wenn du dich davon sofort überfordert fühlst. Bewältigung bedeutet Lösungen für belastende Situationen zu finden. Im Bespiel könntest du andere an Bord holen, die dich unterstützen, oder mit dem Auftraggeber die Grenzen des Möglichen festlegen.

Je mehr Bewältigungsmöglichkeiten dir zur Verfügung stehen bzw. je mehr du davon überzeugt bist, über Bewältigungsmöglichkeiten zu verfügen, desto niedriger ist dein Stresslevel.

Was ergibt dein Stresstest?

Aus diesen drei Bereichen besteht dein Stresstest. Und jetzt interessiert mich brennend:

Wie hoch ist dein Stresslevel? In welchen Bereichen ist er besonders ausgeprägt?

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Hallo, ich bin Patrik Frauzem.

Ich helfe Experten der Kreativbranche, ihre Talente und Fähigkeiten ungebremst zu entfalten und damit in der Welt wirklich etwas zu bewegen – egal wer oder was gerade stresst.
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