Stresssymptome: Dein effektives Frühwarnsystem

Von Zeit zu Zeit platzen an der Oberfläche unserer Gelassenheit kleine Blasen auf: Stresssymptome, die uns darauf hinweisen, dass in der Tiefe etwas brodelt. In diesem Artikel stelle ich Dir verschiedene solcher Blasen vor: Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensmuster, die Dich auf zunehmenden oder anhaltenden Stress aufmerksam machen.

Stresssymptome: Dein effektives Frühwarnsystem

Stresssymptome auf der Gefühlsebene

„Gestresst“ zu sein ist die Beschreibung eines Zustands, nicht aber die eines Gefühls. Negative Grundgefühle wie Angst, Wut oder Trauer sind jedoch oft die Basis für unser Stressempfinden. Im Berufsalltag ist wenig Platz für das Ausleben solche Emotionen. Dennoch sind sie vorhanden!

Angst empfindest Du vielleicht davor,

  • einen Arbeitsauftrag nicht bewältigen zu können,
  • eine schlechte Beurteilung zu erhalten oder
  • auf der Karriereleiter nicht zu steigen.

Wut macht sich breit, wenn

  • Du nur uninteressante Arbeitsaufgaben erhältst,
  • jemand Anerkennung für Arbeit kassiert, die Du geleistet hast, oder
  • Deine Bedürfnisse und Forderungen, zum Beispiel nach mehr Unterstützung, nicht wahrgenommen werden.

Trauer kann Dich überkommen, wenn

  • Deine Arbeit von Vorgesetzten oder KollegInnen nicht gewürdigt wird,
  • Du von gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen wirst oder
  • Du Dich in Deiner Arbeit nicht entwickeln kannst.

Angst, Wut, Trauer – diese Gefühle sind im Berufsalltag also durchaus präsent, auch wenn es Dir wahrscheinlich an Gelegenheiten fehlt, sie wahrzunehmen und auszudrücken. Einer Studie der Techniker Krankenkasse zufolge zählen „Angstzustände“ und eine „niedergedrückte Stimmung“ sogar zu den zehn häufigsten Stresssymptomen in Deutschland. Sie stehen als unangenehme Empfindungen aber nicht nur für sich, sondern haben auch Auswirkungen auf Dein körperliches Wohlbefinden sowie Dein Verhalten im Job.

Stresssymptome auf der körperlichen Ebene

Vermutlich hast Du das schon einmal erlebt: Dein Herz schlägt bis zum Hals, die Hände werden feucht, die Kehle trocken – körperliche Reaktionen wie diese sind die spürbare Manifestation von Gefühlen wie Angst, Wut oder Trauer.

Bei anhaltender Belastung können sich auch anhaltende körperliche Reaktionen entwickeln. In der bereits zitierten Studie der Techniker Krankenkasse nehmen Rückenschmerzen und Verspannungen den ersten Platz der Stresssymptome in Deutschland ein. Dicht gefolgt von Schlafstörungen, die Dir die Ruhe rauben, die Du so dringend zum Auftanken Deiner körperlichen und seelischen Ressourcen brauchst.

Rückenschmerzen, Verspannungen und Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Stresssymptomen in Deutschland.

Obwohl körperliche Reaktionen deutlich spürbar sind, bringen wir sie häufig nicht in Verbindung mit den Erlebnissen am Arbeitsplatz. Zum einen, weil wir dazu neigen, schwierige Erlebnisse zu verdrängen statt ihnen auf den Grund zu gehen, und zum anderen, weil wir in unserem Kulturkreis Körper und Geist nicht als Einheit verstehen.

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Stresssymptome auf der Verhaltensebene

Klar, dass sich eine starke Belastung auch in unserem Verhalten niederschlägt. Der Arbeit des US-amerikanischen Physiologen Walter Cannon und des britischen Psychologen Jeffrey Alan Gray zufolge existieren vier Modi, in denen wir auf Stress reagieren:

  • Wachsamkeit: Wir beobachten KollegInnen und Vorgesetzte genau und bleiben dabei selbst ganz unauffällig, um keine Angriffsfläche zu bieten.
  • Flucht: Wir ducken uns, wenn die Chefin reinkommt, meiden die gemeinsame Mittagspause mit den KollegInnen oder melden uns krank.
  • Kampf: Wir gehen zum Angriff über, verteidigen die eigene Position vehement und lassen uns nicht auf andere Meinungen oder Kompromisse ein.
  • Furcht: Wir erstarren im Konflikt, können gar nichts mehr sagen oder tun, sind wie gelähmt.

Solche Verhaltensweisen, die weder zu Deinem persönlichen Verhaltensrepertoire noch zum normalen Miteinander im Berufsalltag gehören, können als Stresssymptome und Warnzeichen verstanden werden. Sie zeigen, dass Du großen Belastungen ausgesetzt bist, die Du nicht mehr bewusst kontrollieren und bewältigen kannst.

Stresssymptome – unser effektives Frühwarnsystem

Wie Blasen steigen Stresssymptome – Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhaltensmuster – an die Oberfläche und bringen unsere Gelassenheit ins Wanken. Sie bilden Dein effektives Frühwarnsystem, das Dich auf zunehmenden oder anhaltenden Stress aufmerksam macht.

In diesem Artikel habe ich Dir drei verschiedene Arten von Stresssymptomen vorgestellt:

  • Auf der Gefühlsebene: Angst, Wut und Trauer als Basis für Stress.
  • Auf der körperlichen Ebene: Akute Reaktionen (Herzklopfen) und chronische Folgen (Verspannungen) als körperlicher Ausdruck von Stress.
  • Auf der Verhaltensebene: Wachsamkeit, Flucht, Kampf oder Furcht als urmenschliche Verhaltensweisen, die in Stresssituationen abgerufen werden.

Wenn Du genau hinschauest, kannst Du solche Warnsignale erkennen und rechtzeitig gegensteuern. Was kannst Du wahrnehmen:

Welche ungewohnten Gefühle melden sich, welche körperlichen Beschwerden machen sich bemerkbar und welche neuen Verhaltensweisen legst Du an den Tag?

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