Servicementalität

Hallo! Willkommen im Mai :)

… und zum Thema Servicementalität.

Die meisten Kreativen, die ich kenne, agieren als Dienstleister. Dieses Selbstverständnis kann für die konzeptuelle Arbeit hilfreich sein, birgt aber auch Risiken. Lass uns deshalb im Mai mal hinschauen, wann Servicementalität zur Wachstumsbremse wird und wie du für deine Kunden da sein kannst, ohne dich selbst auszubremsen.

Servicementalität Foto

Bist du überhaupt ein Dienstleister?

Klar, als Kreative konzipieren und gestalten, beraten und steuern wir. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Denken für und in der Kommunikation mit unseren Kunden. Doch kommen am Ende auch Produkte dabei heraus – Werbekampagnen, Corporate Designs, Copytexte, Websites – auch wenn diese oft nicht direkt angefasst werden können.

Eine Definition als Dienstleister über das Ergebnis der Arbeit ist also schwierig. Wie sieht es stattdessen mit der Art und Weise des Arbeitens aus? Der Duden bietet für den Begriff Dienst drei unterschiedliche Bedeutungen an:

  • eine (berufliche) Pflicht
  • Hilfestellung und Beistand
  • ein Arbeitsverhältnis

Jetzt könnte man sagen: die berufliche Pflicht ist eher im Angestelltenverhältnis zu finden. Hilfestellung und Beistand klingen mehr nach sozialen Berufen. Also bin ich Dienstleister, weil ich in einem Arbeitsverhältnis zu meinem Auftraggeber stehe, das erstmal wertneutral ist.

Servicementalität in der täglichen Arbeit

In der Praxis erlebe ich das anders: Da beklagen meine Coachees, dass sie ständig Aufgaben außerhalb ihrer Expertise übernehmen müssen und sich in ihrem eigenen kreativen Wachstum ausgebremst fühlen. Klingt für mich nach Dienstknecht (oder Magd) und beruflicher Pflichterfüllung.

Bist du Dienstknecht oder Kundenretter?

Auch sehe ich Kreative, die ihre Freizeit opfern und sich die Nächte um die Ohren schlagen, damit ihr Kunde sein neues Corporate Design schon auf der wichtigen Messe nächsten Monat einsetzen kann. Hier geschieht Hilfestellung und Beistand über die eigenen Kapazitäten hinaus.

Bleibt also die Frage, wann Servicementalität dir, deinem Business (und damit letztlich auch deinen Kunden) wirklich nutzt und wann sie das Wachstum auf allen Seiten behindert.

Leistest du, was Kunden wollen?

Ich glaube, wir haben zwei Optionen. Die meisten von uns übernehmen gewohnheitsmäßig die hohen Erwartungen ihrer Kunden oder den schnellen Takt der Branche. Dabei haben wir gerade als Selbstständige die Chance, unser Arbeitsverhältnis und damit schließlich Kundendienst und Servicementalität neu zu gestalten.

Um die Diskussion darüber zu eröffnen, habe ich heute drei Thesen zur Servicementalität mitgebracht:

  • Was Kunden wollen ≠ was du für dein Business willst
  • Was Kunden wollen ≠ was sie wirklich brauchen
  • Was Kunden wollen ≠ was du glaubst, was sie brauchen

Wo in der kreativen Arbeit führt Servicementalität zu besseren Projektergebnissen und Arbeitsbeziehungen – und wo verhindert sie diese vielleicht? Darüber möchte ich mit dir im Mai sprechen. Dazu gibt es in den nächsten Wochen Blogartikel mit Fallbeispielen aus meiner Coaching-Praxis und Erlebnissen aus meiner Vergangenheit in der Kreativwirtschaft.

Wenn dich das Thema interessiert und du auf dem Laufenden bleiben willst, trag einfach unten deine E-Mail ein. Dann lade ich dich auch zum kostenfreien Training ein, das Ende des Monats zur Servicementalität stattfindet.

Dein Erleben von Servicementalität

Und jetzt bin ich gespannt, wie du das in deiner täglichen Arbeit erlebst:

Wo nützt dir deine Servicementalität? Und wo bremst sie dich aus?

Ich freue mich von dir zu hören und deine Perspektive auf das Thema kennenzulernen.

Komm gut in den Mai!

Herzliche Grüße,
Patrik

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