Schubladenkonzepte

Hast du Pläne für dein Business, die am Ende aber nie zur Umsetzung kommen? Das sind Schubladenkonzepte! Im Video zeige ich dir, warum du zweierlei Maß anlegst und woran die Umsetzung noch scheitert.

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Hallo! :)

Heute geht's um Schubladenkonzepte – also um solche Konzepte, die du für deine Selbstständigkeit schreibst, um dein Business zum Wachsen und Florieren zu bringen, die aber am Ende immer in der Schublade landen und nicht zur Umsetzung kommen. Ganz besonders wollen wir heute hinschauen, woran diese Umsetzung scheitert.

Wo wir im Business zweierlei Maß anlegen

Wenn du viel für Kunden oder in Projekten unterwegs bist, kennst du wahrscheinlich die Erfahrung, dass Umsetzung wie von selbst geschieht. Das hat zum einen damit zu tun, dass du an dieser Umsetzung selbst beteiligt bist, Dinge gestaltest, absegnest, anleitest, in Auftrag gibst. Zum anderen hat es damit zu tu, dass Ergebnisse entstehen: Geschriebenes, Gedrucktes, Programmiertes erblickt das Licht der Welt, ist sichtbar, greifbar, nutzbar. Selbst wenn du rein konzeptuell arbeitest, dir Briefings ausdenkst und Konzepte schreibst, ist dir die Umsetzung und Wirkung deiner Arbeit zumindest wichtig. Schließlich schreibst du keine Konzepte um der Konzepte willen, sondern um damit in der Welt (und sei es nur die Welt deiner Kunden) etwas zu bewegen.

Wenn es um uns geht, gerät die Umsetzung ins Stocken.

Ich finde es interessant, dass wir da zweierlei Maß anlegen: Wenn wir für Kunden oder ein Projekt tätig sind, ist uns der Umsetzungs- und Wirkungsgedanke total wichtig. Aber, wenn wir an unserer eigenen Selbstständigkeit feilen – wie, woran und mit wem wir eigentlich arbeiten wollen – dann sieht es oft anders aus. Wenn ich mit Coachees darüber spreche, kommt schnell heraus, dass sie zwar einerseits einen sehr hohen Anspruch an Wachstum und Wirkung ihrer Arbeit haben, sich andererseits aber sehr wenig damit beschäftigen, das auch wirklich zur Umsetzung zu bringen.

Klar, das hat damit zu tun, dass wir in einem Tagesgeschäft stecken, indem wir für Kunden und an Projekten arbeiten. Es liegt aber auch daran, dass wir uns die Zeit einfach nicht nehmen. Und wer sich die Zeit nimmt und eine Strategie für seine Selbstständigkeit entwickelt, macht sie oft nicht zur Realität. Weil andere Prioritäten anstehen oder es an Wissen und Willen fehlt, den nicht immer einfachen Weg der Umsetzung zu gehen. Und so entstehen sie, die Schubladenkonzepte.

Wie Schubladenkonzepte uns ausbremsen

Lass uns mal genau hinschauen, was uns davon abhält, die Ideen für unsere Selbstständigkeit und für unser eigenes Wachstum am Ende umzusetzen.

Bei mir selbst war das so: Im letzten Jahr hab ich mir eine Strategie ausgedacht, wie ich mit einem regelmäßigen Training mehr Kreative erreichen und sie in ihrem Business unterstützen kann. Ich habe einen Plan erarbeitet, viele bunte Post-its an die Wand geklebt und bin darin voll aufgegangen. Aber je weiter ich meine Ideen zu einem Konzept verpacken wollte, desto weiter nahm auch die Komplexität zu.

Plötzlich hatte ich den Eindruck, dass es hier nicht mehr passt oder dort doch keinen Sinn ergibt. Es war nie perfekt genug und am Ende auch nie wirklich umsetzbar. Am Ende hat war ich fix und fertig und brauchte erstmal eine Pause von der ursprünglichen Idee – sie wanderte in meine (digitale) Schublade.

Wenn wir nichts umsetzen, bewegen wir auch nichts.

Ein anderer Grund – und den erlebe ich oft, wenn ich mit Kollegen spreche – ist unsere Flucht in den Elfenbeinturm, in einen sicheren Hafen, in unsere Komfortzone. Da skizzieren wir Abläufe, schreiben romanlange Konzepte und kleben die Wände voll. Und verlieren dabei den Kontakt zur Außenwelt, auf die wir mit unserer Arbeit eigentlich eine Wirklich erzielen wollen.

Natürlich kommt es dann auch nicht zur Umsetzung. Und wenn wir nichts umsetzen, können wir mit unserer Arbeit auch nichts bewegen. Was uns wiederum darin bestätigt, dass unser Konzept noch nicht perfekt genug ist und wir noch länger im Türmchen daran rumbasteln müssen. So wird dann mit der Zeit die Priorität immer kleiner. Und unsere Ideen landen letztlich in der Schublade.

Wie du wirklich umsetzt statt nur zu planen

Du wärst aber nicht hier, wenn du dir nicht wertschätzende Kunden, geile Projekte oder einfach mehr Wachstum für dich persönlich wünschen würdest. Aus den oben genannten Wachstumsbremsen kannst du nun wunderbar ableiten, was du tun musst, um Schubladenkonzepte zu vermeiden und wirklich in die Umsetzung zu kommen.

  1. Vielleicht geht es gar nicht darum, den perfekten Plan zu entwerfen, den großen Wurf auf die Beine zu stellen und ihn weiter zu perfektionieren. Worum könnte es stattdessen gehen?
  2. Vielleicht ist der Elfenbeinturm, dein sicherer Hafen, deine Komfortzone nicht der geeignete Ort, um deine Ideen und Träume zu verwirklichen. Was könnte dann ein besserer Ort dafür sein?
  3. Vielleicht ist es nicht so zuträglich, die Priorität für die eigene Entwicklung von Persönlichkeit und Selbstständigkeit immer niedrig zu halten und dem Tagesgeschäft unterzuordnen. Was müsstest du priorisieren, damit es für dich wirklich vorangeht?

Diese drei Gedankenanstöße möchte ich dir heute mitgeben, damit es dir in Zukunft gelingt, nicht mehr nur für die Schublade zu arbeiten, sondern deine Vorstellung einer wirksamen und erfüllenden Selbstständigkeit umzusetzen. Dieser Weg mag nicht immer einfach oder bequem sein, aber er lohnt sich, wenn du wirklich wachsen und florieren willst.

Was ich hilfreich finde, um es sich ein bisschen einfacher zu gestalten: Schau mal, wie es dir gelingt, deine Ideen in Projekten umzusetzen oder gegenüber Kunden zu vertreten. Denn dort gelingt dir das ja, dort kommt deine Arbeit zur Umsetzung und zur Wirkung. Und statt weiterhin zwei Maßstäbe anzulegen – einen für deine Auftragsarbeit und eine für die Arbeit an deinem Business –, leg doch einfach für beides den gleichen Maßstab an.

Ich wünsche dir viel Freude, das für dich auszuloten. Und freue mich, dich hier weiterhin im Themenmonat zum großen Wurf dabei zu haben.

Herzliche Grüße
Patrik

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