Nervös vor Kundengespräch

Vor einem Kundengespräch sind meine Coachees oft nervös: Was will der Auftraggeber denn jetzt noch? Was hat er wohl zu beanstanden? Sie reagieren unsicher – was den Auftraggeber zu kritischen Nachfragen veranlasst und den Stress nur erhöht.

Hier verrate ich dir drei Dinge, die dabei helfen, den Teufelskreis zu durchbrechen, entspannt zu bleiben und Kunden gegenüber souverän aufzutreten.

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Zu mir kommen manchmal Menschen ins Coaching, die geraten in Stress, wenn der Auftraggeber sie um ein Gespräch bittet. Sie denken dann: „Was will der denn jetzt schon wieder? Was hat er wohl zu beanstanden?“ und sie werden darüber total nervös.

Genau hier kommt ein Teufelskreis in Gange: Wenn wir nervös sind, können wir gegenüber dem Kunden auch nicht souverän auftreten. Der Kunde spürt das, wird selbst unsicher, stellt noch mehr Fragen und meldet sich häufiger, was uns wiederum nervöser macht und so weiter …

An diesem wunderbaren Beispiel siehst du mal wieder: Unser Kopf sorgt für die größte Scheiße. Und genau hier können wir ansetzen! Die folgenden drei Tipps helfen meinen Coaching-Kunden dabei, solche Situationen entspannt zu meistern.

#1 Trenne Geschehen von Bedeutung

Am allerwichtigsten ist: der Stress entsteht immer bei dir (und dort kannst du ihn auflösen). Ein Auftraggeber, der dich anruft und um ein Gespräch bittet, ist erstmal nur ein Auftraggeber, der dich anruft und um ein Gespräch bittet – nicht mehr. Erst in deinem Kopf wird er zu einem „unzufriedenen“ Auftraggeber – das ist die Bedeutung, die du dem Ganzen gibst.

Der Stress entsteht immer bei dir (und dort kannst du ihn auflösen).

Selbst wenn einer deiner Kunden dich anruft und sagt: „Wir müssen dringend miteinander sprechen, ich bin so unzufrieden mit Ihrer Arbeit!“, auch dann bestimmst du über die Bedeutung des Gesagten. Denn was du bekommst, ist erstmal nur eine Meinung, eine Aussage von jemand anderem. Diese kannst du teilen, musst du aber nicht. Das entscheidest du! Genau hier entscheidet sich, ob Stress entsteht oder nicht.

#2 Such die Antwort auf deine Fragen

Vermutlich streifen auch einige Fragen deine Gedanken: „Was hat er wohl zu beanstanden?“ oder „Was will er denn nun schon wieder?“ Auf jede Frage in deinem Kopf hat dein Unterbewusstsein bereits geantwortet: Zum Beispiel weißt du bereits, dass er etwas zu beanstanden hat. Und vielleicht glaubst du, etwas falsch gemacht zu haben.

Auf jede Frage in deinem Kopf hat dein Unterbewusstsein bereits geantwortet.

Oder du weißt, dass du schon wieder etwas für ihn tun sollst, obwohl er das noch gar nicht formuliert hat. Vielleicht bist du gar davon überzeugt, noch nicht genug geleistet zu haben (was ja absoluter Blödsinn ist, weil du natürlich im Rahmen deiner Talente und Fähigkeiten und der dir zur Verfügung stehenden Ressourcen und Informationen dein Bestes gegeben hast).

#3 Geh mit der Nervosität statt dagegen

Vielleicht hast du schon von Schauspielern gehört, die seit Jahren auf Bühnen oder im Fernsehen unterwegs sind und im Interview erzählen, dass sie jedes Mal nervös sind. Auch mir geht’s so, wenn ich einen Coaching-Kunden zum ersten Mal treffe oder einen Workshop gebe. Für die meisten von uns ist immer ein bisschen Nervosität dabei – egal, wie viel Praxis und Erfahrung wir haben. (Mit der Zeit wird es besser, aber es geht nicht ganz weg.)

Wenn du die Nervosität wegdrückst, kommt sie nur stärker raus. Das ist der Moment, wo wir unsicher werden, ein Blackout haben und nicht mehr wissen, was wir tun. „Ich darf jetzt nicht nervös sein! Ich muss jetzt souverän auftreten! Ich muss den anderen ja überzeugen!“ Sätze wie diese machen es nur schlimmer …

Wenn du die Nervosität wegdrückst, kommt sie nur stärker raus.

Stattdessen empfehle ich dir, die Nervosität nicht zur zuzulassen, sondern ganz bewusst zu spüren. Denn eigentlich ist das ein total schönes Gefühl – ein bisschen so, wie verliebt zu sein: Man hat ein Kribbeln im Bauch, fühlt sich ein wenig neben sich. Alles ist aufregend, der Puls geht hoch, es passiert ganz viel in uns. :) Wenn du dem Raum gibst, wird dir (paradoxerweise) die Nervosität dabei helfen, souverän zu bleiben.

Nervös vor einem Kundengespräch?

Das sind meine drei Praxistipps für dich, wenn du vor einem Kundengespräch nervös bist:

  1. Trenne Geschehen von Bedeutung: Der ganze Stress entsteht bei dir. Das ist eine gute Nachricht, denn dort kannst du ihn auch auflösen.
  2. Such die Antwort auf deine Frage: Hinter jeder Frage in deinen Gedanken versteckt sich eine Antwort, die deine Nervosität maßgeblich auslöst.
  3. Geh mit der Nervosität statt dagegen: Nervös zu sein ist ein wunderbares Gefühl, das dir dabei hilft, souverän aufzutreten, wenn du es da sein lässt.

Ich hoffe, diese drei Tipps helfen dir dabei, vor dem nächsten Kundengespräch ganz entspannt zu bleiben, gar nicht nervös zu werden und wenn du nervös wirst, diese Nervosität gut annehmen zu können.

Wenn du noch mehr Unterstützung von mir brauchst, dann melde dich einfach per E-Mail oder schau mal in meine E-Mail-Serie rein. Dort zeige ich dir nämlich, wie du auch gegenüber Auftraggebern selbstbewusst bleibst und deine beste Arbeit machst.

Weniger ärgern, mehr erreichen!

Hast du Auftraggeber, die dich unter Druck setzen? Die sich ständig einmischen und viel zu viel fordern? Oder solche, dich machen lassen, nur um am Ende alles zu kritisieren?

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Und jetzt bist du gefragt:

Was tust du, wenn vor einem Kundengespräch die Nervosität zuschlägt? 

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Hallo, ich bin Patrik Frauzem.

Ich helfe Experten der Kreativbranche, ihre Talente und Fähigkeiten ungebremst zu entfalten und damit in der Welt wirklich etwas zu bewegen – egal wer oder was gerade stresst.
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