Einfach anfangen

Was hält uns eigentlich davon ab, mit unserer Selbstständigkeit zu wachsen und zu florieren?

Ideen dafür haben wir Kreative viele. Vielleicht ruht sogar das ein oder andere Konzept in der Schublade. Gleichzeitig drehen wir weiterhin die bekannten Schleifen und haben das Gefühl, nicht voranzukommen.

Ich glaube, es scheitert vor allem an der Umsetzung. Mehr kreative Leidenschaft, Zusammenarbeit auf Augenhöhe oder richtig coole Projekte kommen nämlich nicht, weil wir uns die wünschen, sondern wenn wir losgehen und sie realisieren.

Heute zeige ich dir, warum uns das so schwer fällt und wie du es schaffst: einfach anfangen und wirklich in die Umsetzung zu kommen.

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Hallo – was hältst du davon, wenn wir einfach anfangen? ;)

Wir sind mittendrin im Themenmonat „Der große Wurf“. Und du bist hier genau richtig, wenn du dir wünschst

  • wieder mehr kreative Leidenschaft in deine Arbeit zu bringen,
  • mit wertschätzenden Kunden auf Augenhöhe zu arbeiten oder
  • endlich die richtig coolen Projekte zu machen.

Und weil genau diese Punkte meistens an der Umsetzung scheitern, verrate ich dir heute, was dich noch davon abhält, deine Ideen und Pläne für mehr persönliches und berufliches Wachstum zur Realität zu machen. Und natürlich zeige ich dir, wie du es dennoch schaffst.

Dazu habe ich dir ein Credo mitgebracht. Es ist so simpel wie elegant:

Einfach anfangen.

Denn was steht unserem Wachstum eigentlich im Weg? Darüber haben wir in diesem Monat schon ausführlich gesprochen. Es ist vor allem der große Wurf; also die Idee, dass wir uns um 180 Grad drehen und die Dinge anders angehen müssten, damit alles besser wird. Solche drastischen Veränderungen stehen aber im Widerspruch zur Realität, in der wir uns bewegen.

Auch brauchen wir jede Menge Zeit und Ruhe, um Ideen zu perfektionieren und Konzepte auszuklügeln. Und selbst, wenn wir den Fokus dafür finden, kommt am Ende vielleicht ein guter Plan heraus, der aber all zu oft in der Schublade landet. Wir drehen dann weiter die gleichen Schleifen und ärgern uns über die selben Situationen wie vorher.

Warum ist einfach machen so schwer?

Dabei stehen wir uns vor allem selbst im Weg. Es ist nämlich so schwer, loszulegen und Dinge anzugehen, weil wir dazu völlig anders handeln müssen als wir das gewohnt sind. Wenn du als Konzeptkopf im kreativen Bereich unterwegs bist – vielleicht als Designer, Texter oder Berater –, dann liegen deine Stärken vor allem im Denken, Überlegen, Kreieren. Die tatsächliche Umsetzung übernehmen andere, die du steuerst, anleitest oder für die du konzipierst. Die Fähigkeit, selber zu tun, zu machen, zu handeln musst du erst noch lernen (oder zumindest stärken).

Dann fehlt es auch oft an der Konkretisierung unserer Wünsche – das sehe ich immer wieder bei meinen Coachees. Die wünschen sich zwar wertschätzendere Kunden und coolere Projekte, können aber gar nicht so genau sagen, wie das aussehen soll. Wenn ich sie damit konfrontiere, stellen sie oft verwundert fest, dass ihnen die Umsetzung natürlich schwer fällt, weil sie gar nicht wissen, wo sie anpacken sollen.

Wir haben Angst vor dem Proof of Concept!

Schließlich ist da noch der Moment, in dem wir unsere Ideen und Konzepte auf die Straße bringen. Und dann passiert Folgendes:

  • Andere Leute erzählen dir plötzlich, was sie von deinen Plänen halten.
  • Oder du erkennst selbst, das etwas nicht so funktioniert wie geplant.

Hier kommt es zu einer Art Realitätstest – zum Proof of Concept. Und genau davor haben viele von uns Angst: dass unsere Konzepte nicht haltbar sind. Um diese Angst, die ein vielleicht unangenehmes oder zumindest ungewohntes Gefühl ist, zu vermeiden, fangen wir also gar nicht an, unsere Ideen umzusetzen. Und kommen so kein Stück weiter. Eigentlich total paradox!

Aus Angst vor dem Realitätstest, fangen wir oft gar nicht an, unsere Ideen umzusetzen.

Ich möchte dich ja dazu anregen und dir dabei helfen, in die Umsetzung zu kommen. Wie gelingt das jetzt trotzdem? Schauen wir uns nochmal das Credo an, das ich dir mitgebracht habe: Einfach anfangen. Auf den ersten Blick mag es banal aussehen. Ist ja klar: wenn wir unser Business weiterentwickeln oder persönlich wachsen wollen, müssen wir uns auch bewegen und einfach anfangen.

Aber es steckt noch mehr drin. Das „einfach anfangen“ besteht nämlich aus zwei Teilen: aus „einfach“ und „anfangen“.

1. Lösungsansatz: Einfach ANFANGEN

Schauen wir uns erst mal das Anfangen an. Hier geht es darum, einfach mal loszulegen. Vom Denken (das wir gewohnt und worin wir gut sind), ins Tun zu kommen (was ungewohnt ist und nicht so leicht von der Hand geht). Wir stehen vor der Herausforderung, die Dinge nicht zu zerdenken, sondern:

  • Zu prüfen, ob unsere Annahmen der Realität entsprechen.
  • Zu konkretisieren, wie wir unsere Pläne schrittweise umsetzen können.
  • Zu hören, ob unsere Ideen auf Gegenliebe oder Widerstand treffen.
  • Zu entscheiden, wie wir mit Erfahrungen und Feedback umgehen wollen.

Dazu braucht es die Bereitschaft, nicht bloß an der eigenen Überzeugung festzuhalten und diese durchdrücken zu wollen, sondern einen Dialog mit anderen Menschen und mit der Wirklichkeit einzugehen. Und es braucht die Offenheit, ursprüngliche Ideen und Pläne anzupassen oder loszulassen, wenn sie draußen in der Welt nicht funktionieren.

2. Lösungsansatz: EINFACH anfangen

Und der zweite Teil vom „einfach anfangen“ ist das „einfach“. Hier steckt vor allem drin, Abstraktes konkret zu machen. Also Ideen und Pläne nicht nur in ihrer Komplexität zu durchdringen (was wir ja besonders gut können), sondern die Komplexität soweit zu reduzieren, dass sie umsetzbar werden.

Eine Frage, die dabei hilft, ist:

„Wie sieht das konkret in meinem Alltag aus?“

Wenn du dir eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit deinen Kunden wünschst, ist das schön und gut. Aber wie sieht das konkret aus: Geben sie dir mehr Feedback oder weniger Feedback? Auf welche Art und Weise geschieht das: Melden sie sich bei dir oder du dich bei ihnen? Wenn du das so herunterbrichst, werden deine Wünsche auch umsetzbar – zum Beispiel in konkrete Kommunikationsregeln. In diesem Beispiel könntest du die Frequenz und Art von Feedback definieren und mit deinen Kunden besprechen.

Jede neue Erfahrung bringt dich weiter

In dem wir einfach anfangen – das ist das Elegante an diesem Credo –, kommen wir aus dem Kopf raus, gehen erste Schritte und machen neue Erfahrungen. Nur so können wir dazulernen, die neuen Erkenntnisse berücksichtigen und unser Vorgehen weiter optimieren. Schritt für Schritt kommen wir unseren Zielen näher.

Das Beste dabei ist, dass auf dem Weg so tolle Sachen passieren!

Es ist dann immer noch schön, ein Wachstumsziel zu erreichen. Aber viel wertvoller sind die Erfahrungen, die wir auf dem Weg machen und an denen wir lernen und wachsen. :)

Jetzt interessiert mich total, von dir zu hören: Warum fällt dir das einfach machen, einfach anfangen, einfach loslegen denn schwer? In welchen Situationen erlebst du das als schwierig? Und was glaubst du, hält dich davon ab, einfach anzufangen? Ich freue mich auf deine Nachricht per E-Mail oder über die sozialen Netzwerke.

Herzliche Grüße,
Patrik

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