Bilanz ziehen

Jahresende! Schmiedest schon neue große Pläne oder kannst du auch innehalten und Bilanz ziehen? Wenn meine Coachees überhaupt einen Rückblick machen, stehen häufig die Ergebnisse im Mittelpunkt: Gewinn, Euros, was für sie übrig bleibt. Das finde ich sehr schade, denn es gibt noch weitere spannende Dimensionen, die man sich in einer Jahresbilanz anschauen kann.

Im Video verrate ich dir, wie ich mein persönliches Fazit gestalte und was du davon übernehmen kannst, um das Jahr mit einem guten Gefühl abzuschließen.

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Für mich ist das Jahresende immer der Zeitpunkt, um einerseits neuen Ideen Raum zu geben, Vorsätze zu fassen, Pläne für das nächste Jahr zu schmieden, aber auch um einzukehren, zurückzuschauen und zu reflektieren: Was ist eigentlich im letzten Jahr alles passiert? Heute möchte ich dir zeigen, wie du so eine Bilanz ziehen kannst.

Bilanz ziehen für Anfänger: Ergebnisse

Das erste, woran ich beim Bilanz ziehen denke, sind Ergebnisse: Euros, die ich verdient habe; was unterm Strich für mich übrig geblieben ist – also der monetäre Aspekt der Arbeit. Aber in den Ergebnissen steckt noch mehr, was man sich bei einer Jahresbilanz anschauen kann.

Das sind zum Beispiel die Dinge, die du mit deiner Arbeit bewegt hast. Du stößt ja mit dem, was tu du tust, mit deiner Expertise und Erfahrung, etwas an in der Welt deiner Kunden oder in der Welt der Kunden deiner Kunden. Auch das sind Dinge, die du erreicht hast, die ein Ergebnis deiner Arbeit darstellen. Nicht nur das Geld zählt, sondern auch das, was du sichtbar, fühlbar, spürbar erreicht hast.

Die Ergebnisse deiner Arbeit sind mehr als Euros: Was hast du in der Welt angestoßen? An welchen Herausforderungen bist du gewachsen?

Außerdem kannst du einen Blick auf all die Erfahrungen werfen, die du gemacht hast: Wo bist du gewachsen? Was hast im letzten Jahr gelernt? Auch das kannst du sammeln, wenn du Bilanz ziehst.

Leider hört bei den meisten der Jahresrückblick genau hier auf: nach den Ergebnissen und Erfahrungen oder gar bereits nach den verdienten Euros. Dabei gibt es noch zwei weitere wichtige Dimension, die du dir anschauen kannst.

Bilanz ziehen für Fortgeschrittene: Handlungen

Wenn die Ergebnisse in der Jahresbilanz so etwas wie den Gewinn darstellen, dann sind die Handlungen der Umsatz – eine ebenso wichtige Kennzahl für dein Business. Nicht alles, was wir in unserer Selbstständigkeit tun, bringt ein sichtbares Ergebnis in der Welt. Aber alles trägt irgendwie dazu bei, dass wir diese Ergebnisse auf den Weg bringen.

Stell dir das Bild eines Eisbergs vor: Der Teil, der oben aus dem Wasser herausragt, ist nur ein Fünftel der Gesamtmasse dieses Eisbergs. Und dieser Teil kann überhaupt nur da oben aus dem Wasser schauen, weil sich unter Wasser eine riesige Masse an Eis gebildet hat.

Wenn du mal überlegst, wie viel du an einem Tag in deiner Selbstständigkeit schaffst (oder in einer Woche): das ist die Masse an Dingen, die dazu beiträgt, dass das tolle Ergebnis, dieses sichtbare Fünftel, erst sichtbar wird.

Bilanz ziehen für Profis: Gefühle

Vielleicht hört sich das erstmal komisch an: Gefühle als Teil der Bilanz. Hier geht’s doch um Zahlen, Daten, Fakten! Aber aus Studien wissen wir, dass es nicht die Zahlen, Daten und Fakten sind, dass es nicht unsere Vernunft ist, mit der wir Entscheidungen treffen und Dinge im Leben erreichen; sondern es sind unsere Gefühle, die uns steuern.

Das entspricht auch dem Modell und der Theorie, auf der ich meine Kunden coache. Wir gehen davon aus, dass unsere Gedanken unsere Gefühle beeinflussen und unsere Gefühle die Handlungen auslösen, die schließlich zu den Ergebnissen führen, die wir in unserem Business und in unserem Leben erfahren.

Wir entscheiden nicht mit unserer Vernunft, sondern mit unseren Gefühlen.

Eine wichtige Frage, die du dir stellen kannst, um die Dimension deiner Gefühle in deiner Jahresbilanz auch zu berücksichtigen ist: Wie ging’s mir eigentlich dabei? Wie ging’s mir in dem Projekt, das sich so lange hingezogen hat? Wie ging’s mir dabei, den neuen Kunden an Land zu ziehen?

Und wenn du noch ein bisschen tiefer gehen möchtest, dann frage dich: Entspricht das, was du erlebt hast, wie du dich gefühlt hast, deinen Bedürfnissen, deinen Wünschen, der Art und Weise, wie du leben und arbeiten möchtest? Das ist ein ganz wichtiger und wesentlicher Aspekt, wenn wir Bilanz ziehen.

Wenn das Bilanz ziehen schnell verpufft

Wenn ich am Ende des Jahres Bilanz ziehe, dann tut mir das wahnsinnig gut. Es löst viel Energie und Enthusiasmus aus und ich freue mich darauf, die nächsten Schritte zu gehen. Meistens verpufft diese tolle Energie aber in den ersten Monaten des neuen Jahres – und ganz schnell bin ich wieder in meinen täglichen Herausforderungen gefangen.

Um das zu vermeiden, bin ich dazu übergegangen, nicht mehr eine große Bilanz am Jahresende zu ziehen (und dann gar nicht mehr), sondern:

  • ein Mal im Quartal eine mittelgroße Bilanz
  • am Ende eines Monats eine kleinere Bilanz und
  • jedes Wochenende einen Wochenrückblick.

Am Monatsende investiere ich anderthalb Stunden, um die Dimensionen Ergebnisse–Handlungen–Gefühle zu reflektieren. Im Wochenrückblick sammle ich 20 Minuten lang, was ich erreiche habe, was ich getan habe und wie es mir dabei ging.

Das ist ein Rhythmus, der für mich gut funktioniert. Das heißt nicht, dass du dich jetzt jede Woche, jeden Monat oder jedes Quartal hinsetzen und bilanzieren musst; aber vielleicht findest du eine Form, die nicht nur ein Mal im Jahr stattfindet. Wichtig ist, dass dir das Bilanz ziehen im Alltag leicht fällt und du es nicht als zusätzliche Last empfindest.

Wenn die Bilanz in Unzufriedenheit endet

Ich wünsch dir viel Spaß beim Bilanz ziehen am Jahresende und ganz viel Energie und Enthusiasmus! Wenn du dabei feststellst, dass du noch nicht so lebst und arbeitest, wie du dir das wünschst, dann lade ich ganz herzlich ein, zu mir in ein kostenfreies Erstgespräch zu kommen. Wir können eine halbe Stunde telefonieren, um herauszufinden, was dich gerade am meisten nervt und wie ich dich dabei optimal unterstützen kann.

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Ich helfe Experten der Kreativbranche, ihre Talente und Fähigkeiten ungebremst zu entfalten und damit in der Welt wirklich etwas zu bewegen – egal wer oder was gerade stresst.
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