Bei Anruf Stress

„Was wollen die denn jetzt schon wieder?“ Wenn mein Auftraggeber, eine Marketingagentur, mich früher anrief, versetzte mich das in Stress noch bevor ich den Anruf annahm. In diesem Beitrag verrate ich dir, welchen Fehler ich gemacht habe, um mit der Situation klarzukommen. Und ich zeige dir, was du tun kannst, wenn Kunden deine Nerven strapazieren, weil sie dich ständig anrufen.

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Es ist schon viele Jahre her. Ich arbeitete als freiberuflicher Designer und steckte mitten in einem Projekt für einen Agenturkunden. Als ich privat in der Kölner Innenstadt unterwegs war, klingelte das Telefon und der Agenturname erschien auf dem Display.

Genau in diesem Moment war ich total gestresst. Ich dachte:

„Was wollen die denn jetzt schon wieder? Das ist schon das dritte Mal diese Woche. Was soll ich jetzt noch ändern? Muss ich schon wieder einen neuen Entwurf reingeben? Wir sind doch schon in der vierten Korrekturschleife …“

Gedanken wie diese schossen mir durch den Kopf und versetzten mich in Hektik. Ich bin dann einfach nicht ran gegangen, weil mich der Stress des Moments überforderte.

„Ich bin einfach nicht ran gegangen, weil mich der Stress des Moments überforderte.“

Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, ist das nicht die klügste Strategie, eine Situation wie diese zu bewältigen. Denn wenn ich nicht rangehe, versucht die Agentur immer wieder anzurufen. Was mich dann wiederum immer wieder in Stress und Hektik versetzt. Ziehe ich das ein oder zwei Tage so durch und bleibt unerreichbar, sammelt sich immer mehr Arbeit an. Und am Ende bekomme ich genau das Ergebnis, das ich am Anfang befürchtet  hatte: nämlich einen Anruf mit einem riesigen Berg von Arbeit, die ich eigentlich nicht erledigen will.

Kennst du solche oder ähnliche Situationen, in denen deine Auftraggeber versuchen, dich zu erreichen – und noch bevor du weißt, was die überhaupt wollen, bist du schon gestresst oder genervt?

An einem Anruf werden Grenzen deutlich

Wir tendieren dazu, in solchen Situationen einfach genervt oder gestresst zu sein und irgendwie weiterzumachen. Ich bin ja auch nicht ans Telefon gegangen und habe stattdessen meinen privaten Kram erledigt. Nur bleibt das so ein Problem bestehen und meldet sich immer wieder in unserem Hinterkopf.

Statt den Anruf zu verdrängen, liegt eine riesige Chance darin, ihn bewusst wahrzunehmen. Denn er macht deine Erwartungen an deinen Auftraggeber ganz deutlich: Wie oft darf er sich eigentlich bei dir melden? Ist es ein Mal die Woche? Sind es drei Mal die Woche? Ist fünf Mal die Woche auch noch okay?

„Bei mir war eine Grenze überschritten, die ich gar nicht gesetzt hatte.“

Erst wenn du selbst weißt, welche Grenze an Wünschen, Fragen oder Korrekturen du deinen Kunden zugestehst, kannst du verstehen, warum dich ein einfacher Anruf so stresst. Das hilft auch dabei, diese Grenze gegenüber einem Auftraggeber zu kommunizieren.

Ich gehe davon aus, dass mein Agenturkunde nicht wusste, dass es mich total nervt und stresst, wenn er mich fünf Mal pro Woche von morgens bis abends anruft. Statt den Anruf nicht anzunehmen und das Problem damit zu ignorieren (und gleichzeitig zu verlängern) wäre es aber eine Chance gewesen, darüber zu sprechen – sich abzusprechen, wie man die Kommunikation miteinander besser gestalten kann.

Es ist nicht der Anruf, der uns stresst

Wenn du so einen Moment erlebst, kannst du ihn auch nutzen, um dir deiner Gedanken bewusst zu werden. Es ist nämlich nicht so, dass ein Anruf uns stresst. Gestresst sind wir aufgrund dessen, was wir über den Anruf denken.

Sagen wir mal, ich denke: „Das ist nicht okay, dass die sich schon wieder melden.“ Oder: „Die wollen sicher schon wieder was ändern. Nie sind sie zufrieden.“ Das sind alles Gedanken, Interpretationen, Meinungen, die ich habe und die mich stressen. Die Realität sieht bloß so aus: Ein Kunde versucht mich anzurufen.

Es ist nicht der Anruf, der dich stresst, sondern dein Gedanke darüber.

In einem solchen Moment, der – wie bei mir damals – von Stress und Hektik geprägt ist, steckt auch ganz viel Energie drin. Alleine wenn ich mich daran erinnere und dir davon berichtet, spüre ich, wie sich meine Muskeln anspannen, mein Hals eng wird, Groll in mir aufsteigt.

Ich finde es im Coaching immer faszinierend zu sehen, welche Gefühle und welche Reaktionen in unserem Körper ausgelöst werden können – alleine von dem, was wir über eine Situation denken. Auch da kannst du mal hingucken!

Du bestimmst, was ein Anruf bei dir auslöst

Besonders toll sind natürlich nicht die Gefühle und die Körperempfindungen vom Gestresst- und Genervtsein, sondern die Tatsache an sich, dass du das Potenzial hast, mit deinen Gedanken solche Reaktionen auszulösen.

Das kannst du auch anders nutzen und über die gleiche Situation beispielsweise denken: „Wow wie spannend! Was die jetzt wohl für eine Frage haben? Wie ich ihnen helfen kann? Was ihnen aufgefallen ist!?“ Wenn ich so denke statt Druck und Last zu erwarten, gerate ich in einen anderen Modus: Ich spüre eine Begeisterung für meine Arbeit, bin gespannt und werde gerne aktiv.

Auf solche Gedanken und die daraus resultierenden Gefühle und Reaktionen kann man hinarbeiten. Genau diese Arbeit mache ich mit meinen Coaching-Kunden. Wenn du mehr darüber wissen willst, dann melde dich doch für meine kostenfreie E-Mail-Serie an, in der ich dir zeige, wie du gelassen bleibst, auch wenn dein Auftraggeber schon wieder anruft; und wie du souverän mit solchen Situationen umgehen kannst:

Weniger ärgern, mehr erreichen!

Hast du Auftraggeber, die dich unter Druck setzen? Die sich ständig einmischen und viel zu viel fordern? Oder solche, dich machen lassen, nur um am Ende alles zu kritisieren?

In meiner kostenfreien E-Mail-Serie verrate ich dir, wie du trotz nerviger Kunden dein kreatives Talent zur Blüte bringst und mit deiner Arbeit in der Welt wirklich etwas bewegst.

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Ich würde mich riesig freuen, wenn du dabei bist!

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Hallo, ich bin Patrik Frauzem.

Ich helfe Experten der Kreativbranche, ihre Talente und Fähigkeiten ungebremst zu entfalten und damit in der Welt wirklich etwas zu bewegen – egal wer oder was gerade stresst.
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