Augen zu und durch

Steckst du schon eine Weile im Projekt und stellst plötzlich fest, dass doch einiges anders ist als erwartet? Vielleicht musst du Aufgaben übernehmen, auf die du keine Lust hast, oder mit Menschen zusammenarbeiten, die sich als äußert schwierig herausstellen …

Wenn meine Coachees sich in einer solchen Situation wiederfinden, lautet die Devise oft: Augen zu und durch. Sich durchzuquälen ist allerdings keine wirklich kluge Strategie, weil so mit viel Widerwillen ein halbgares Ergebnis entsteht, mit dem weder Dienstleister noch Auftraggeber zufrieden sind.

Heute zeige ich dir, wie du sinnvoller mit Projekten umgehst, die sich anders erweisen als gedacht. Und das ganz ohne ein klärendes Gespräch mit deinem Auftraggeber führen zu müssen. Gut, oder? ;)

Augen zu und durch Video auf YouTube anschauen

Vielleicht kennst du das: Du steckst schon eine Weile im Projekt, mehrere Wochen oder sogar Monate, und dann stellst du fest: Hier ist doch einiges anders als ich mir das erhofft hatte:

  • Du musst Aufgaben erledigen, die du nicht erwartet hattest und auf die du auch gar keinen Bock hast.
  • Du musst mit Menschen zusammenarbeiten, von denen am Anfang nie die Rede war (und die sich als echt schwierig erweisen).
  • Du musst Herausforderungen bewältigen, mit denen du nicht gerechnet hattest.

Meine Coachees verlieren in solchen Situationen oft ihre Motivation und fühlen sich nur noch gezwungen, das Projekt zuende zu bringen. Augen zu und durch ist da oft die Devise. Sie beißen die Zähne zusammen und kämpfen sich durch.

Augen zu und durch – keine gute Strategie

Wie du dir vorstellen kannst, ist das nicht die allerbeste Idee. Als Selbstständiger in der Kreativbranche hast du wahrscheinlich gar keine Lust, dich irgendwo durchzubeißen, sondern du willst einfach deine beste Arbeit leisten und dein Potenzial entfalten. Dafür braucht es natürlich ein stimmiges Projekt bzw. eine stimmige Zusammenarbeit.

„Ich muss da durch“ nutzt niemanden.

Aber ganz abgesehen davon nutzt der selbst auferlegte Druck und das „Ich muss da durch“ niemanden: Es nutzt dir nicht, weil du Arbeit machen musst, auf die du keinen Bock hast. Es nutzt dem Projekt nicht, weil ohne Motivation kein gutes Ergebnis entsteht. Und es nutzt dem Auftraggeber nicht, wenn ein unmotivierter Dienstleister halbgare Arbeit abliefert.

Du kannst das Gespräch suchen …

Wenn du mir schon eine Weile folgst, kennst du bereits verschiedene Stellschrauben, an denen du drehen kannst, um die Situation zu verbessern:

  • du kannst die Zusammenarbeit beenden,
  • du kannst das Gespräch mit dem Auftraggeber suchen oder
  • du kannst das Projekt und deine Rolle darin neu definieren,

… damit die dir Arbeit wieder Spaß macht und ein tolles Ergebnis entstehen kann.

Meinen Coachees fällt dieser Schritt, der oft mit einer Auseinandersetzung mit dem Auftraggeber zu tun hat, schwer. Daher möchte ich dir heute ein Experiment zeigen, mit dem du deine Einstellung zu einem Projekt ändern kannst, das sich anders zeigt als erwartet.

… oder zunächst bei dir ansetzen

Dieses Experiment funktioniert so: Du ersetzt jedes gedankliche „muss“ durch ein „will“. So wird aus dem „Ich muss da durch“ ein „Ich will da durch“. Genauso kannst du mit allen anderen Gedanken verfahren, die im Bezug auf das Projekt in deinem Kopf herumschwirren und die ein „muss“ enthalten.

Das ist natürlich noch nicht der ganze Trick! ;) Als nächstes schickst du dein Gehirn auf die Reise, Beweise dafür zu finden, warum das stimmst; warum du „willst“. Vielleicht findest du am Anfang nur den Grund, dass du durch das Projekt durch willst, damit es zuende ist. Das ist in Ordnung! Aber es geht noch mehr …

Ich bin ganz sicher, dass du richtig gute Gründe dafür finden kannst, warum dieses Projekt, das sich jetzt ganz zeigt als was du anfänglich erwartet hast, eigentlich doch super ist. Hier sind drei Beispiele, denen meine Coachees begegnet sind:

a) Unbekanntes Thema – Lern- und Wachstumschance

Vielleicht präsentiert sich das Thema ganz anderes als du ursprünglich gedacht hast. Wenn du davon nicht wirklich Ahnung hast, fühlst du dich vielleicht überfordert. Eine gute Gelegenheit, mehr über das Thema zu lernen und dieses Projekt als Chance zu begreifen, in einem Gebiet zu wachsen, das du dir normalerweise nicht aneignen würdest, wenn das Projekt es nicht von dir verlangte.

b) Schwierige Menschen – Training für deine People Skills

Vielleicht musst du mit Leuten zusammenarbeiten, die deine Arbeitsmoral und dein Engagement für das Projekt nicht teilen. Es geht nur schleppend voran. Eine wunderbare Gelegenheit, deine Fähigkeiten, mit Menschen umzugehen, zu trainieren. Hier kannst du dich in deiner Kommunikation weiterentwickeln.

c) Umsetzung statt Konzept – Stärkung deiner Basis

Vielleicht musst du viel mehr produzieren und umsetzen als zu konzipieren und zu entwerfen. Eine tolle Chance, deine Umsetzungskompetenzen zu stärken, zur Basis zurückzukehren und wirklich zu verstehen, was es bedeutet, ein Projekt nicht nur zu erdenken, sondern auch auszuführen.

Augen zu und durch vs. Augen auf und wachsen

Es gibt also ganz viele spannende Möglichkeiten, wie du dir ein Projekt, das sich anders erweist als gedacht, durch ein einfaches Gedankenexperiment wieder schmackhaft machen kannst. Ersetze einfach jedes „muss“ durch ein „will“ und begib dich auf die Suche nach den passenden Gründen.

Dabei wünsche ich dir ganz viel Freude!

Und wenn es dein Auftraggeber ist, der sich schwieriger zeigt als du es am Anfang gedacht hast, dann melde dich gerne für meine kostenfreie E-Mail-Serie an. In acht E-Mails zeige ich dir dort, wie du mit fordernden Auftraggebern gut umgehst und trotzdem deine beste Arbeit machst:

Weniger ärgern, mehr erreichen!

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